Ein Gedicht

Stille

Die Stille war unendlich groß,
In diesem Nichts auch namenlos.
Nun ist es hier,
ist selbst Geräusch,
ein Atemzug hat es getäuscht.

Das Kind taucht auf im Meer der Sinne,
Die Wellen hoch, es hält nie inne,
Es schwimmt im Strom, die Luft so heiß
am Ende sagt es gar: ich weiß.

Nach vielen Jahrn im selben Kreise,
kehrt es nun um nach alter Weise
Gegen den Strom, erst hin, dann her
Hat es am Ende kaum Hoffnung mehr.

Dann schließt es die Augen und lässt sich so treiben
Ruhe nun außen, doch innen das Leiden.
Den Blick nach oben taucht es nach unten,
hat schließlich die Stille dort wiedergefunden.

So schön die Welt, wenn niemand spricht
Die Menschen hell, so ohne Licht.
Sie tanzen frei in altem Glanz
Den unerhörten Sphärentanz.

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insp. E.S. Die Stille und der Wolf

2 Gedanken zu „Ein Gedicht

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