Born in Pain – David Bowie’s ★

Blackstar-CD—> Deutsche Fassung: hier <—

Live for the moment, they say.

The logic behind this ever repeated piece of smart advice arises mainly from the fact that the past and the future only exist in our minds. The present, however, constitutes what we tend to call reality. Even though we are able to think beyond us,  both forward and backwards in immense lengths of time, we remain instantaneous beings that are able to feel their very existence only when attention is paid to the current moment. But is every moment worth the perseverence? Strictly speaking, there are very few and if modern society has learned one thing, it is how to distract ourselves.  It is often our senses that serve as a kind of crutch to help us back from the jungle of dreams, plans and memories into the world  which we actually in- and exhale.

Compare it with traveling in a car, like a well-programmed machine – for several hours we automatically muse away and it is often a sunset, a melody or even a moment of imminent danger that draws the attention back to the present. Beauty and anxiety seem always here. Death and love always there.

blurs these imaginary boundaries, because it washes us away, drawing us into the ocean of a dying man. Weiterlesen

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Im Schmerz Geboren – David Bowies ★

Blackstar-CD

—> English Version press here <—-

Den Moment solle man leben, heißt es. Die Logik hinter dieser immer neu aufgelegten Platte schlauer Ratschläge ergibt sich im Wesentlichen aus dem Umstand, dass Vergangenheit wie auch Zukunft ausschließlich unserem Bewusstsein zugeordnet werden können, die Gegenwart jedoch konstituiert, was wir Realität nennen. Zwar sind wir in der Lage uns in ungeheure Zeiträume hinauszudenken, doch bleiben wir Augenblickswesen, die sich selbst, also die eigene Existenz, immer nur dann fühlen können, wenn die Aufmerksamkeit dem gegenwärtigen Moment geschenkt wird. Doch nicht jeder Moment lohnt darin zu verharren? Genau genommen sind es die Wenigsten und wenn die moderne Gesellschaft eines gelernt hat, dann sich zu zerstreuen. Oft dienen die Sinne als Krücke uns aus dem Dschungel der Träume, Pläne und Erinnerungen in die Welt zurückzuholen, in welcher wir tatsächlich gerade ein- und ausatmen. Wenn man beispielsweise einer gut programmierten Maschine gleich mit dem Auto unterwegs ist und so vor sich hin und sich weg sinniert, ist es oft ein Sonnenuntergang, eine Melodie oder auch ein Moment der drohenden Gefahr, der die Aufmerksamkeit in die Gegenwart zurückzieht. Schönheit und Angst scheinen immer hier. Tod und Liebe immer dort.

★ lässt diese gedachten Grenzen verschwimmen, denn es reißt uns hinfort in den Gedankenozean eines sterbenden Mannes. 

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Grand Ouvert – Al DeLoner veröffentlicht Best-of-Scheibe

All dies undurchsichtige menschliche Treiben, das ewige Streben und dieser hallende Lärm in der Welt erliegen dem Augenblick, in welchem DeLoners magische Stimme ihren Schleier sanft um dein Bewusstsein hüllt. Jeder Ort verwandelt sich unwillkürlich in jene spärlich beleuchtete kleine Bar, deren dunkelgrünen Wänden es ab und an erlaubt sein soll die Grenzen deiner Welt abzustecken. Der Kneiper sitzt bereits selbst mit den letzten einsamen Seelen am Tresen Weiterlesen

Hört, Hört!

Eine kurze Top-Ten Auflistung von Alben bzw. einzelnen Songs, die in den letzten Monaten  ihren Weg in meine Boxen gefunden und diese nicht wieder verlassen haben. Grüße an meine Nachbarn an dieser Stelle und dank an meine Musikbeschaffungsmaschine von Lauschrausch. Weiterlesen

Und doch fallen wir immer wieder…

Ja, Paniks DMD KIU LIDT

Ja,+Panik+DMD+KIU+LIDTEin Text zur Verbreitung scheint unerlässlich. Derzeit übliche Methoden in Form von Facebook-Shares scheitern spätestens, wenn man versucht ein 14 Minuten Epos an den Mann zu bringen. Warum? Wer sich einloggt, sucht meist nach allem und nichts. Man liest Überschriften, ‚likes‘ Videos, die man zu großen Teilen nicht einmal vollständig ansieht, überfliegt Kommentare, nimmt aktuelle Veranstaltungen, Nachrichten und persönliche Befindlichkeiten, sagen wir mal „zur Kenntnis“. Man bleibt am Ball, bildet man sich ein. Doch weit gefehlt, der Bulk der Informationen sind schlichtweg durchlaufende Posten in unserem kopfinternen Rechner, der im Gegensatz zu den externen Maschinen, die wir jeden Tag bedienen an Speicherkapazität und Leistungsfähigkeit kontinuierlich verliert. Eben weil es schwer fällt vitale Informationen zu filtern und diese eingängig genug zu betrachten, um sie tatsächlich verarbeiten zu können. Der maßvolle Umgang scheint hier das Geheimnis, um das Thema mal abzuschließen. Weiterlesen

„Itchy and the Girl Dancing“ review on Al DeLoner’s latest album

Mr. DeLoner’s fifth solo album is kind of a shining little star dancing through the wonderful melancholic world the artist has created for his latest child. Compared to „Flora in the Darkroom“ and even more to „Mountains on the Moon“ you feel a decisive difference. Album cover, title, lyrics, voices and choice of instruments – all indicating a new direction. Weiterlesen

Al DeLoner – eine Einführung


Gesegnet sei der, der der tiefen Empfindung fähig ist. Ob die Melancholie nun das Resultat der unausgewogenen Verteilung von Körpersäften, ein Übermaß an „schwarzer Galle“ ist, oder auch das Ergebnis unüberwindbarer Spannungen zwischen Trivialität und Genialität, sei dahingestellt. Sie ist, wie es Victor Hugo bereits treffend beschrieb „das Vergnügen traurig zu sein“.

Mit „Itchy and the Girl Dancing“ veröffentlicht der norwegische Sänger, Songschreiber und Multiinstrumentalist Al DeLoner bereits sein fünftes Soloalbum, welches wie ein heller Stern durch die dunkle Jahreszeit zu tanzen scheint. Weiterlesen