Eine Art Reisebericht (Südportugal Feb.2011)

In dicke Klamotten gewickelt hetze ich von einem beheizten Gebäude ins Nächste. Immerzu sind meine Füße kalt, all meine Muskeln angespannt, meine Haut gerötet. Alles wirkt fad, auch die Menschen. Ich hasse Kälte. Das winterliche Gefängnis macht mich nervöser, als ich es sowieso schon bin. Alles in mir schreit nach Wärme und Ruhe. Immer drückender nehme jeden ungenießbaren Moment wahr. Nicht allein unangenehme Minuten per se, sondern, viel schlimmer noch, all diejenigen frei jeglicher Empfindungen: Tür aufschließen, an Ampeln warten, Zähne putzen, Hosen runter, Hosen hoch, abwaschen, Treppen steigen, Sachen suchen, Smalltalk… Wie lang ist ein Moment?

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