Über den Tod :3: Leben lernen

Link: Teil 1 – Warum schwarz nicht immer Schwarz ist
Link: Teil 2 – Verpassen, Vergessen, Verlieren

Was macht man nun daraus? Die ganze Angelegenheit scheint doch recht frustrierend? Fühlt man sich nicht gleich wie ein hilflose Frucht, die darauf wartet vom Baum zu fallen? Warum sollte die Sonne jeden Tag aufgehen, uns mit Licht, Wärme und Geist erfüllen, wenn der Akt des Aufstehens keine Bedeutung hätte?

„Philosophieren heißt sterben lernen“, schrieb Michel de Montaigne. Philosophieren heißt leben lernen, denke ich, und widerspreche ihm damit weniger als es den Anschein macht.

Manchmal müssen ganze Welten zerstört werden, um Platz für das Fundament einer zeitgemäßen oder fruchtvolleren Variante zu schaffen. Innenwelten sind gemeint natürlich, denn hier entwickeln wir eine Vorstellung davon, wer wir sind und was wir hier tun. Weiterlesen

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Über den Tod :1: Warum schwarz nicht immer Schwarz ist

Ich verbrachte die ersten Jahre meiner Kindheit in der ehemaligen DDR. Der Glaube an eine fortwährende Existenz der menschlichen Seele wurde mir also nicht gerade in die Wiege gelegt.  Tot sein, so erklärte man dem Arbeiterkind, sei wie schlafen, nur unendlich lang. Ich erinnere mich, bereits im Kindergartenalter an emotionaler Schnappatmung gelitten zu haben, wann immer ich mir vorzustellen versuchte, wie lange denn diese Unendlichkeit wohl sein mag, die mich erwartet, sollte mich ein Bus überfahren. Einfach weg! Für immer? Ich? Weiterlesen