Über brotlose Kunst

„Die Naturen von deiner Art, die mit den starken und zarten Sinnen, die Beseelten, die Träumer, die Dichter, Liebenden, sind uns andern, uns Geistmenschen, beinahe immer überlegen. Eure Herkunft ist eine mütterliche. Ihr lebet im Vollen, euch ist die Kraft der Liebe und des Erlebenkönnens gegeben. Wir Geistigen, obwohl wir euch andere häufig zu leiten und zu regieren scheinen, leben nicht im Vollen, wir leben in der Dürre. Euch gehört die Fülle des Lebens, euch der Saft der Früchte, euch der Garten der Liebe, das schöne Land der Kunst. Eure Heimat ist die Erde, unsere die Idee. Eure Gefahr ist das Ertrinken in der Sinnenwelt, unsere das Ersticken im luftleeren Raum […]“ (Hesse, Narziß & Goldmund)

Die kreativen Köpfe unserer Gesellschaft sehen sich oft mit dem Vorwurf „brotlose Kunst“ zu betreiben konfrontiert. Im Wortsinn wird diese Wendung meist bemüht, um unausgereiftes oder gar fehlendes wirtschaftliches Denken anzumahnen. Weiterlesen

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